Fenster streichen

Tipps und Anleitungen rund um die Fensterrenovierung

Fenster als Kältebrücke

Fenster dienen dem Lichteinfall und dem Lüften einer Wohnung. Als Begleiterscheinung dieser erwünschten Eigenschaften erweisen sich Fenster leider als die „undichten Stellen“ der Hausfassade. Immer wieder belegen die Bilder der Thermografie von Wohngebäuden diese Tatsache. Mit Hilfe von Infrarotkameras werden an kalten Tagen (maximal 5°C Außentemperatur) in der Dunkelheit (um Verfälschungen durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden) Fotografien der Häuser angefertigt, die den Wärmeverlust über die Hauswände farbig dokumentieren. Dunkelrot (= Bereich mit dem größten Wärmeverlust) färben sich dabei meist nur die Fenster.

An dieser Tatsache wird im Fensterbau schon lange gearbeitet, deshalb verbessern sich mit dem Aufbau und den verschiedenen Materialien (Holz, Aluminium, Kunststoff) die Qualität der Fensterrahmen und der Verglasung fortlaufend.

Verschiedene Verglasungsarten

Einfachverglasung

Die Einfachverglasung findet heute so gut wie keine Anwendung mehr. Ein einfachverglastes Fenster besteht aus einem Fensterrahmen, aufgrund des „Altertumswertes“ meist aus Holz, und einer eingefassten Glasscheibe. Fenster dieser Bauweise befinden sich jedoch höchstens noch in nicht renovierten Altbauten oder in denkmalgeschützten Gebäuden. Fenster mit Einfachverglasung weisen vor allem schlechte Wärmedämm- und Isoliereigenschaften auf, dadurch kommt es zu einem hohen Energieverlust. Den Vorgaben der Energieeinsparverordnung können sie mit einem U-Wert von 5,5 W/m²K nicht standhalten. Bei einem etwaigen Glasbruch besteht außerdem eine hohe Splittergefahr.

Abhilfe schaffen durch Abdichten der Fenster und Fensterfolien

Doppelverglasung oder Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung

Zu Beginn der achtziger Jahre verbesserte sich die Verglasungstechnik durch einen luftdichten Hohlraum zwischen zwei Glasscheiben. Die Doppelverglasung wurde im Laufe der Zeit noch verbessert indem der Hohlraum mit einem Edelgas bedampft wird. Dadurch wurden die Isolationsfähigkeit und die Dämmeigenschaften noch einmal entscheidend verbessert. Der U-Wert liegt bei 1,3 bis 2,0 W/m²K.

Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung

Die dreifach verglasten Fenster dichten mit zwei edelgasgefüllten Scheibenzwischenräumen und metalloxidisch beschichteten Scheiben (low-e-Beschichtung) so gut ab, dass der U-Wert auf 0,5 – 0,8 W/ (m²K) sinkt. Diese Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung befindet sich nach dem derzeitigen Stand der Technik auf dem höchsten Niveau. Dreifachverglaste Fenster werden aufgrund der hervorragenden Dämm- und Isoliereigenschaften auch Wärmefenster oder Passivhausfenster genannt. Bei der Wahl dieser Verglasung sollte der Vollständigkeit halbe der Dämmwert der Fensterrahmen, Rolläden und Randanschlüsse beachtet werden. Bei modernen Passivhäusern kommt es immer wieder vor, dass die Thermografik zwar gut gedämmte Fensterscheiben dokumentiert, die Umrandung der Fenster jedoch in dem unerwünschten dunkelrot leuchten.

Bei der Erneuerung oder Verbesserung vorhandener Fenstersysteme sollten Sie die Gesamtsituation des Gebäudes berücksichtigen. So bringen die modernsten Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen ihrem Gebäudeenergiekonzept eine verschwindend geringe Verbesserung wenn das Gebäude nur über eine überholte Wärmedämmung verfügt. Nicht immer muss deshalb das teuerste und modernste Fenster die beste Lösung sein!

Bildquelle:Fotolia © Ingo Bartussek

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